Der November ist grau und regnerisch, da zieht man sich doch gerne mit einem guten Buch ins Warme zurück. Brigitte Nölke hat den November schon genutzt und Bücher gelesen. Sie hat ihre Rezesionen zu den verschiedenen Büchern zusammengestellt:

palast der finsternis

Palast der Finsternis – Stefan Bachmann

Autor:

Stefan Bachmann, geboren 1993 in Boulder/Colorado, lebt in Zürich, wo er seit seinem 11. Lebensjahr das Konservatorium besucht (und dort inzwischen den Bachelor in den Fächern Orgel und Film-Komposition absolviert). Sein von der Liebe zu Steampunk, Charles Dickens und C.S. Lewis’ ›Chroniken von Narnia‹ inspiriertes Debüt, ›Die Seltsamen‹, war ein Riesenerfolg in den USA und auch in Deutschland.

Inhalt:

Die Außenseiterin Anouk ist mit vier anderen Kandidaten nach Paris gekommen, um einen lange verschütteten unterirdischen Palast zu erforschen, den ein verrückter Adliger zur Zeit der Französischen Revolution als Versteck für seine Familie erbauen ließ. Doch nachdem die Jugendlichen einmal durch die Tür mit dem Schmetterlingswappen getreten sind, erwartet sie in jedem weiteren Raum ein neuer Abgrund, den sie nur gemeinsam bezwingen können.

Rezension:

Die Familie der Außenseiterin Anouk ist reich, Anouk ist ständig in der Welt unterwegs, allerdings scheint die Beziehung zu ihren Eltern schwierig zu sein und auch das Verhältnis zu ihrer kleinen Schwester gibt Rätsel auf. Der Leser erfährt erst im Laufe des Romans näheres darüber. Sie möchte wieder einmal weg von zuhause und da kommt die Einladung einer reichen französischen Familie – den Sapanis – zu einer geheimnisvollen Expedition zur Erforschung eines alten unterirdischen Palast gerade recht. Sie fälscht die Unterschrift ihrer Eltern, besteht alle dafür notwendigen Tests und findet sich mit vier andern Teenagern bald in Frankreich auf einem alten Schloss wieder, mit seltsamen Expeditionsleitern und in seltsamer Atmosphäre. Mit dabei sind Hayden, Lilly, Jules und Will.

Sehr schnell ist klar, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt. Und bald finden sich die fünf in einem Alptraum gefangen, der anscheinend nicht das Ziel hat den Palais de Papillon der Familie Bessancourt zu erforschen, sondern eher einer Hetzjagd in 34 m Tiefe gleicht. Parallel zu der Geschichte heute, spielt ein weiterer Erzählstrang, in dem wir die Familie Bessancourt kennenlernen, während der französischen Revolution. Aurelie, die älteste Tochter der Familie ist eine der Hauptpersonen. Der Vater hat den unterirdischen Palast gebaut, in den die Familie flieht. Der Vater ist ein sehr seltsamer und undurchsichtiger Mensch, der ein schreckliches Geheimnis hat. Kapitel um Kapitel taucht der Leser in die unglaubliche Geschichte ein und deckt zusammen mit Aurelie, Anouk, Jaques einem Diener Aurelie’s und den anderen die furchtbare Wahrheit auf, während sie auf der Flucht durch die unzähligen Räume und Gänge sind. Sie decken das Geheimnis um den geheimnisvollen und furchterregenden Schmetterlingmann, den I’homme papillon, auf.

Ein aufregender Roman, der von Seite zu Seite an Spannung und Tempo zunimmt. Eine originelle Geschichte mit Horrormoment. Interessante Charaktere, durch die beiden Zeitebenen entsteht noch mehr Neugier. Die Sprache ist schön und fließend. Ein Roman, der das Kopfkino laufen lässt und wirklich erst am Schluss das Geheimnis aufdeckt. Ein tolles Leseerlebnis.

diekinder

Die Kinder – Wulf Dorn

Autor:

Wulf Dorn, Jahrgang 1969, liebt gute Geschichten, Katzen und das Reisen. Er war zwanzig Jahre in einer psychiatrischen Klinik tätig, ehe er sich ganz dem Schreiben widmete. Mit seinem 2009 erschienenen Debütroman "Trigger" gelang ihm sofort ein internationaler Bestseller, dem weitere folgten. Seine Bücher werden in zahlreiche Sprachen übersetzt und begeistern Leserinnen und Leser weltweit.
2014 wurde er mit dem französischen "Prix Polar" als bester internationaler Autor ausgezeichnet. 2015 erhielt er den "Ulla Hahn-Preis der jungen Leser" für "Phobia".


Inhalt:

Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn.

Rezension:

Kinderarzt Dr. Landers macht sich auf den Weg in ein kleines Dorf in den Bergen um nach seiner Exfrau und seiner Tochter zu sehen, da er sie nicht erreichen kann und sich Sorgen macht, weil seine Tochter in letzter Zeit Probleme hatte. Auf dem Weg entdeckt er ein verunglücktes Auto, in dem seine Schwägerin verletzt sitzt – im Kofferraum die Leiche seiner Tochter.

Er fährt total verstört weiter um nach seiner Exfrau zu suchen, vorher ruft er einen Rettungswagen. Laura wird gerettet und die Polizei versucht mit Hilfe des Psychologen Dr. Winter herauszufinden, was genau passiert ist. Parallel zu Laura’s Geschichte werden Erlebnisse von unterschiedlichen Kindern auf der ganzen Welt erzählt. Im Laufe der Geschichte wird dem Leser klar, wie diese Geschichten und Erlebnisse miteinander verbunden sind. Je mehr Laura erzählt, desto unglaublicher und erfundener erscheint ihre grauenhafte Geschichte. Sowohl die Polizei als auch der Psychologe können nicht glauben, was sie da zu hören bekommen und vermuten, dass Laura ein Verbrechen verschleiern möchte. Dr. Winter muss entscheiden, ob er die Geschichte glaubt oder nicht und welche Folgen hat es, wenn diese Geschichte wirklich wahr sein sollte. Dann wäre das Grauen nicht mehr aufzuhalten. Wahnvorstellung oder Wirklichkeit?

Die Geschichte zieht den Leser in ihren Bann und das Grauen ergreift den Leser. Die Spannung nimmt kontinuierlich zu. Wir haben es hier mit einer Mischung aus Fiktion, Thriller, Horror und Gesellschaftskritik zu tun. Dies alles verbindet Wulf Dorn zu einem spannenden und unglaublichen Buch, das den Leser am Ende schockiert, aber auch mit viel Stoff zum Nachdenken zurücklässt. Die Sprache ist flüssig und fesselnd.

Wulf Dorn schreibt, dass die Wirklichkeit um ein Vielfaches schrecklicher ist, als die Fiktion – und ganz ehrlich, wenn man sich die Nachrichten anschaut, dann hat er nicht unrecht. Noch dramatischer ist der UNICEF-Jahresbericht zur Situation der Kinder auf der ganzen Welt. Da ist Dorn’s Idee vielleicht gar nicht so abwegig. Wer einen spannenden Roman mit Gruseleffekt lesen möchte, der ist hier richtig. Viel Spaß beim Lesen, in der Hoffnung, dass wir Erwachsenen dann doch irgendwann mal vernünftig werden und uns unsere Verantwortung bewusst machen.

schwestern bleiben wir

Schwestern bleiben wir immer – Barbara Kuhnrat

Autor:

Barbara Kunrath wurde 1960 geboren. Sie arbeitet als Geschäftsassistentin für einen Weinjournalisten. Sie hat zwei erwachsene Töchter, lebt mit ihrem Mann in der Nähe von Frankfurt und ist Mitglied an der „Schule des Schreibens“ in Hamburg.

Inhalt:

Katja ist meine kleine Schwester, aber sie war immer schon die Selbstbewusstere von uns beiden. Sie ist es bis heute. Die Leute denken, ich sei die Stärkere, weil ich älter bin, größer und kräftiger. Aber das stimmt nicht.«
Alexa hat sich immer gekümmert. Um ihre beiden Kinder, ihren Mann Martin, um den Haushalt und den Garten. Und nebenbei um das Grab ihrer Tochter Clara, die so früh sterben musste, und um das ihrer Mutter. Ihre Schwester Katja dagegen ist ganz anders: schön, selbstbewusst und unabhängig.
Dann stellt sich heraus, dass die Mutter den Schwestern ihr Leben lang die Wahrheit über ihre Vergangenheit verschwiegen hat. Gemeinsam machen sich Alexa und Katja auf die Reise …

Rezension:

Zwei grundverschiedene Schwestern in zwei grundverschiedenen Lebensumständen. Die eine, Alexa, verheiratet, 3 Kinder, eines davon schwer behindert, das früh stirbt und ein Mann, der sie betrügt. Die andere, Katja, alleinerziehend mit einem Sohn und wechselnden Freunden und Schwierigkeiten Bindungen einzugehen. Ines die Mutter der beiden ist tot und Alexa findet in einem Koffer, den die Mutter hinterlassen hat einen Brief, der Rätsel aufgibt, es scheint ein Geheimnis in der Familie zu geben und Alexa will nachforschen, Katja ist eher uninteressiert. Der Vater der beiden ist irgendwann von einem auf den anderen Tag verschwunden und hat sich nie wieder gemeldet. Als Katja dann nach einer Familienaufstellung endlich einwilligt mit Alexa in ihre alte Heimat zu reisen, bringen die beiden den Stein ins Rollen und was sie erfahren ist mehr als nur überraschend.

Für alle die Familiengeschichten lieben, ein spannendes und wirklich wunderbares Buch mit tollen Charakteren und vielen Wendungen. Berührend und traurig zugleich, ein Geheimnis, das zwei unterschiedliche Frauen noch mehr zusammenwachsen lässt. Flüssig zu lesen, die Spannung baut sich wunderbar auf und das Geheimnis wird schrittweise enthüllt. Ein Buch für trübe Herbsttage auf der Couch.

mauersegler

Mauersegler – Christoph Poschenrieder

Autor:

Christoph Poschenrieder, geboren 1964 bei Boston, studierte an der Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München. Danach besuchte er die Journalistenschule an der Columbia University, New York. Seit 1993 arbeitet er als freier Journalist und Autor von Dokumentarfilmen. Heute konzentriert er sich auf das literarische Schreiben. Sein Debüt ›Die Welt ist im Kopf‹ mit dem jungen Schopenhauer als Hauptfigur erhielt hymnische Besprechungen und war auch international erfolgreich. Mit ›Das Sandkorn‹ war er 2014 für den Deutschen Buchpreis nominiert. Christoph Poschenrieder lebt in München.

Inhalt:

Fünf Männer gründen eine Alten-WG in einer Villa am See. Zusammen wollen sie die verbleibenden Jahre verbringen, zusammen noch einmal das Leben genießen. Für den letzten – selbstbestimmten – Schritt zählen sie auf die Hilfe der Mitbewohner. Denn es kommt nicht darauf an, wie alt man wird, sondern wie und mit wem man alt wird.

Rezension:
Fünf Männer, schon seit Kindertagen beste Freunde wollen ihren Lebensabend gemeinsam und nach ihren Vorstellungen gestalten. Früher waren sie sechs, auch das erfährt man im Laufe der Geschichte, was mit dem 6. Jungen geschah. An Geld fehlt es nicht. Jeder von ihnen machte auf seine Weise Karriere. Sie kaufen eine Villa am See, einen Porsche und machen ähnlich wie Kinder, das was ihnen gefällt, wonach ihnen der Sinn steht, keine Lust mehr sich an Regeln und gesellschaftliche Normen zu halten. Sie frönen ihren Lastern und Hobbies. Da das Alter aber natürlich auf die Gesundheit auswirkt, bleibt es nicht aus, dass der ein oder andere der fünf eingeschränkt wird. Aber auch dafür haben sie vorgesorgt. Der Computerfreak der Truppe hat ein Programm entwickelt, dass dazu dient, dass selbstbestimmtes Sterben möglich ist. Der ortsansässige Arzt ist eingeweiht, so dass es keine Schwierigkeiten geben wird. Außerdem leisten die Männer sich eine rumänische, junge Pflegerin, als sie die Situation alleine nicht mehr bewältigen. Sie wird fast so etwas wie eine Freundin und nutzt ihre Möglichkeiten für persönliche Ziele.

Ein aktuelles Thema humorvoll, sarkastisch und leicht erzählt. Es beleuchtet das Thema Leben im Alter und Sterbehilfe auf eine ganz eigene Art mit allen Sonnen- und Schattenseiten. Es zählt nicht wie alt man wird, sondern mit wem. Eine Portion schwarzer Humor mit schöner Sprache, der zum Nachdenken anregt. Sehr lesenswert.

der tag

Der Tag, an dem wir dich vergaßen – Diane Chamberlain.

Autor:

Diane Chamberlain ist in Plainfield, New Jersey, geboren und aufgewachsen. Vor ihrer Karriere als Schriftstellerin arbeitete sie als medizinische Sozialarbeiterin und Psychotherapeutin. Bisher sind 16 Romane von ihr erschienen. Diane Chamberlain hat drei erwachsene Stieftöchter, einen Enkelsohn und zwei Shelties, die immer dann mit ihr spielen wollen, wenn ihr gerade eine großartige Idee für ein neues Buch gekommen ist.

Inhalt:

ach dem Tod ihres Vaters kehrt Riley MacPherson nach North Carolina zurück. Jahrelang hat sie diesen Ort gemieden - zu zerrüttet war ihre Familie seit dem Selbstmord ihrer Schwester vor über 20 Jahren. Als Riley ihr Elternhaus ausräumt findet sie eine Schachtel mit alten Zeitungsartikeln und macht eine schockierende Entdeckung: Lebt ihre totgeglaubte Schwester etwa noch? Was ist damals geschehen? Doch bei ihren Nachforschungen stößt Riley auf eine undurchdringliche Mauer des Schweigens …

Rezension:

Schon der Epilog des Buches macht neugierig.

Dann findet man sich in der Gegenwart und die Protagonistin Riley erzählt ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive. Sie hat vor kurzem ihren Vater verloren, muss nun den Haushalt auflösen und möchte ihr Elternhaus verkaufen. Dies in Absprache mit ihrem Bruder Danny, der in einem Wohnwagen lebt und ein Kriegstrauma hat. Er hat kein großes Interesse und möchte lediglich das Grundstück auf dem der Wohnwagen steht und das zum Campingplatz des Vaters gehört. Auch die Mutter ist tot und auch die Schwester, die sich angeblich umgebracht hat, nachdem sie selber einen Mord an ihrem Geigenlehrer begangen hat. Während der Haushaltsauflösung allerdings findet Riley Hinweise darauf, dass an dieser Geschichte irgendetwas nicht stimmt und sie beginnt nachzuforschen und stößt auf viele Ungereimtheiten, aus denen sich eine unglaubliche und spannende Geschichte entwickelt.

Die Geschichte ist in drei Teile gegliedert. Im ersten Teil kümmert sich Riley um den Nachlass des Vaters, im zweiten Teil wird Lisas Geschichte erzählt und im dritten Teil begibt sich Riley auf die Suche nach…… Durch die Zeitsprünge wird die Geschichte noch spannender. Ein wunderbarer und mystischer Roman mit überraschenden Wendungen und Enthüllungen. Toll aufgebaute Charaktere mit Ecken und Kanten. Der flüssige und bildhafte Schreibstil regt die Phantasie des Lesers an. Eine emotionale Familiengeschichte mit viel Emotionen.

dark matter

Dark Matter – der Zeitenläufer – Blake Crouch

Autor:

Blake Crouch hat sich bereits als erfolgreicher Autor von Kurzgeschichten und Spannungsromanen einen Namen gemacht. Seine Wayward-Pines-Trilogie wurde zudem mit verschiedenen Hollywoodstars als TV-Serie verfilmt. Der große internationale Durchbruch gelang ihm dann mit dem Roman "Dark Matter. Der Zeitenläufer", der auf Anhieb zum Bestseller und in zahlreiche Länder verkauft wurde. Blake Crouch lebt mit seiner Familie in Colorado.

Inhalt:

„Bist du glücklich?“ Das sind die letzten Worte, die Jason Dessen hört, bevor ihn ein maskierter Mann niederschlägt. Als er wieder zu sich kommt, begrüßt ihn ein Fremder mit den Worten: „Willkommen zurück, alter Freund.“ Denn Jason ist in der Tat zurückgekehrt – doch nicht in sein eigenes Leben, sondern in eines, das es hätte sein können. Und in diesem Leben hat er seine Frau nie geheiratet, sein Sohn wurde nie geboren. Und Jason ist kein einfacher College-Professor, sondern ein gefeierter Wissenschaftler. Doch ist diese Welt real? Oder ist es die vergangene Welt? Wer ist sein geheimnisvoller Entführer? Und vor die Wahl gestellt – was will er wirklich vom Leben: Familie oder Karriere? Auf der Suche nach einer Antwort begibt Jason sich auf eine ebenso gefährliche wie atemberaubende Reise durch Zeit und Raum. Eine Reise, die ihn am Ende auch mit den dunklen Abgründen seiner eigenen Seele konfrontieren wird …

Rezension:

Jason wird von sich selbst entführt – wie ist das möglich? Wer sich schon immer für Quantentheorie und „Viel-Welten-Theorie“ interessiert hat, wer Schrödingers Katze faszinierend findet, der ist hier richtig. Jason ist Dozent, glücklich verheiratet, hat einen Sohn und findet sein Leben ganz in Ordnung. Ja, sowohl er als auch seine Frau haben für dieses Leben beide ihre Träume aufgegeben, aber prinzipiell war es das wert. Als Jason von einem Freund zu einer Party eingeladen wird, weil dieser einen wissenschaftlichen Preis gewonnen hat, der auch Jasons hätte sein können, geht er nur hin, weil seine Frau Daniela ihn dazu überredet.

Auf dem Nachhauseweg wird er dann entführt, wie sich herausstellt von sich selbst. Er wacht in einer anderen Dimension auf und auf der Suche nach seinem richtigen Leben reist er durch unterschiedliche Welten. Hier findet sich dann auch das wissenschaftliche Thema. Viele Astrophysiker glauben, dass unsere Welt nur eine von vielen ist, dass es eine dunkle Materie gibt, die die Welt am Laufen hält. Aus ihrer Sicht existiert das Multiversum. Ebenso die „Viel-Welten-Theorie“ der Quantenmechanik, der sagt, dass ein Zustand sich durch unsere Beobachtung ändert. Da wir ständig beobachten, spaltet sich unsere Welt ständig, so dass viele Parallelwelten entstehen, in denen auch alles passiert, was passieren kann. Jason hat in der Welt, in der er aufwacht, hat sein anderes ich eine Möglichkeit gefunden, dieses Multiversum zu betreten. So macht er sich mit einer Kollegin, die ihm zur Flucht verhilft, gemeinsam auf seine Welt zu suchen. Er landet in Welten, in denen er nie verheiratet war, keinen Sohn hatte, furchtbare Seuchen wüten, Krieg herrscht, seine Lieben tot sind…..

Spannend und packend geschrieben, wissenschaftliche und Science-Fiction-Elemente, manchmal surreale und beängstigende Erfahrungen. Ein Roman, der von Beginn an fesselt und trotz des wissenschaftlichen Themas einfach zu lesen., ein actiongeladenes Gedankenexperiment. Die Filmrechte sind verkauft und ich freue mich heute schon zu sehen, wie der Film wohl aussieht.