Lucy Schreck - ein geheimes Tagebuch

Nirgends kann man so anonym schreiben wie im Internet. Unverfälscht, ehrlich und manchmal auch rücksichtlos seine Gedanken äußern und dadurch sortieren. Eventuell sogar eine Diskussion anzetteln. Lucy Schreck –so versteckt wie Cro hinter seiner Maske – schreibt über und aus ihrem Leben. Voller Pannen, Hindernisse und den Gedanken einer Frau, die als Werbetexterin den Traum von der eigenen Buchhandlung hat. Wird Sie den Schritt wagen und wenn ja wie wird sich ihr Leben verändern? Ein Blog wie das Leben zwischen Höhen und Tiefen, erstaunlichen Erkenntnisse und völliger Ratlosigkeit.

Corona – wenn Wünsche wahr werden

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Ich weiß, es ist ein egozentrischer Ansatz und manch einer wird verärgert den Kopf schütteln. Aber da authentisch leben wichtiger denn je ist, riskiere ich das gerne.

Also: Warum wurden mit Corona Wünsche wahr? Es gibt doch Begrenzungen, Einschränkungen, meine Buchhandlung blieb wochenlang geschlossen, Reisen sind untersagt – kein Mensch würde sich das wünschen. Diese oberflächliche Betrachtung entzieht sich jeder Eigenverantwortung. Wenn wir davon ausgehen, dass wir unser Schicksal selbst in der Hand haben, dann muss Corona doch auch von uns (Menschen) verursacht worden sein.

Vor Corona waren wir überschwemmt mit Event, Veranstaltungen und auch Erlebnissen.

Erinnern wir uns: Was waren die Gedanken und Wünsche, die vielen von uns tagtäglich im Kopf schwirrten?

Ich möchte mehr Zeit für mich – einfach mal zu Hause arbeiten. Keine sinnlosen Veranstaltungen, kein Freizeitstress, Ferien – keinen Stress mit Schule und Klassenarbeiten. Ich nehme mich da nicht aus. Wie sehr wünschte ich mir, Zeit zum Schreiben, Lesen, Meditieren, einfach mit einer Tasse Kaffee im Garten sitzen. Nicht immer der Druck im Büro oder Laden zu sein. Keiner Anwesenheitspflicht. Kein schlechtes Gewissen.

Corona hat diesen Druck beseitigt.  Anders als erwartet – nicht mit dem Lottogewinn oder dem Einserschüler – sondern es gab Homeschooling, Homeoffice, freie Zeit vor Weihnachten – ja, die gewünschte Ruhe und Besinnlichkeit.

Wie ein Wunsch sich erfüllt, haben wir oft nicht in der Hand. Jedenfalls ist es den wenigsten bewusst, was sie tagtäglich verursachen. Jeder Gedanke ist Energie. Jeder Wunsch setzt eine Ursache. Trotzdem wird soviel gemotzt wie noch nie. Unsere Freiheit – lange als selbstverständlich hingenommen –  ist wieder ein kostbarer Schatz. Wie gut leben wir sonst -ohne Corona. Schätzen wir das wirklich? Bemerkt der Mensch immer erst, wenn etwas fehlt – was er vorher besaß.

Für mich – und ich meine das ganz persönlich –  ist Corona eine wertvolle Erfahrung. Loslassen, ja und auch Hingabe waren die ersten Lektionen. Weitere wie Geduld, Ruhe und Verständnis kamen hinzu. Solidarität reihte sich ebenso ein, wie das Verständnis für vergangene Generationen. Doch wie schwer ist es, sich der allgemeinen Stimmung zu entziehen?

Vielleicht ist dies alles mal ein neuer Blickwinkel auf die momentane Lage – denn medienmüde sind wir alle. Keiner kann mehr Inzidenzzahlen hören oder möchte Diskussionen voller Schuldzuweisungen verfolgen. Für mich verschwendete Zeit. Ich genieße den Wald, die kreative Arbeit und ja auch Einschränkungen können eine Bereicherung sein. Der Geist wird weit, das Herz öffnet sich ....OMMMMM.

Es liegt in unserer Hand – wie wir diese Zeit erleben und erfahren.

Lesestoff- der mich inspirierte:

Vorallem Viktor E. Frankl:

trotzdemjazumleben

überdenSinndesLebens

Esistandersalsesscheint

OSHOliebefreiheit

sobinich

PS: Was dachtet ihr in eurem Alltag – vor Corona. Und nun ehrlich – Hand aufs Herz – nur für euch – die volle Wahrheit: was war dein Wunsch?

Autoren lesen anders